Die wichtigsten Fragen - die wichtigsten Antworten

Was ist eine Regionalkasse?

Die Beiträge für PKW richten sich u.a. nach der Region (Zulassungsbezirk), in welcher der Wohnort des Halters liegt. Jede Region wird entsprechend der Häufigkeit und Schadenhöhe der Unfälle einer Regionalklasse zugeordnet. Die Regionalklassen können in der Haftpflicht-, Teil- und Vollkaskoversicherung unterschiedlich sein. Die Einstufung kann sich zudem von Versicherer zu Versicherer unterscheiden.

 

Was ist eine Typklasse

Unterschiedliche Autotypen verursachen im Schadenfall auch unterschiedlich hohe Kosten. Um dieser Tatsache Rechnung zu tragen, wurde für PKW die Tarifierung nach Typklassen eingeführt. Für die Haftpflicht-, Teil- oder Vollkaskoversicherung gibt es jeweils eigene Typklassen. Im Typklassenverzeichnis sind alle PKW-Modelle mit den jeweiligen Typklassen aufgeführt. Eine Überführung der Typklassen wird jährlich (i.d.R. zum 1.10.) von unabhängigen Treuhändern durchgeführt. Ergeben sich Änderungen beim Schadenbedarf für das Fahrzeug, so wird es in einer anderen Typklasse eingestuft. Diese neue Typklasse wird bei bestehenden Verträgen erst zur nächsten Hauptfälligkeit des Vertrags berücksichtigt. Bei Neuabschlüssen wirkt sich eine Änderung sofort aus. Die Einstufung in die einzelnen Typklassen gilt für alle Versicherer.

 

Was sind Schadenfreiheitsrabattklassen (SF-Klassen)?

Durch die Fahrweise wird u.a. die Höhe des Beitrags beeinflusst. Je nachdem, ob und wie lange der Versicherungsnehmer schadenfrei gefahren ist, wird der Vertrag in eine entsprechende SF-Klasse eingestuft. Aus den jeweiligen Klassen ergibt sich der Beitragssatz. Dieser legt fest, um wieviel Prozent vom Grundbeitrag (100%-Beitrag) tatsächlich zu zahlen sind.
Hinweis: Die Beitragssätze können von Tarifbestimmung zu Tarifbestimmung verschieden sein. Außerdem kann sich die Zuordnung der Beitragssätze zu den SF-Klassen von Versicherer zu Versicherer unterscheiden. Da bei Vertragsabschluss grundsätzlich die schadenfrei gefahrenen Kalenderjahre (SF-Klassen) zu Grunde gelegt werden, ist es wichtig, schon bei den Angeboten die zu Grunde gelegten SF-Klassen zu überprüfen.

 

Wie funktioniert eine Übertragung der SF-Klasse auf andere Personen?

Eine Übertragung eines Schadenfreiheitsrabatts ist möglich, wenn der bisherige Versicherungsnehmer schriftlich auf seinen Rabatt verzichtet hat oder verstorben ist. Allerdings muss derjenige, auf den der Rabatt übertragen werden soll, das betreffende Fahrzeug regelmäßig gefahren und ohne Unterbrechung einen Führerschein besessen haben. Eine Rabattübertragung ist nur zwischen Ehegatten bzw. Personen, die in einer eheähnlicher Lebensgemeinschaft mit gemeinsamer Haushaltsführung leben oder zwischen Verwandten ersten Grades möglich. Außerdem kann ein Rabatt von einer juristischen Person auf eine natürliche Person übertragen werden.

 

Wie funktioniert eine Übertragung der SF-Klasse auf andere PKW?

Gemäß den Tarifbestimmungen hat der Versicherungsteilnehmer (VN) die Möglichkeit, seine Schadenfreiheits-Klasse (SF-Klasse) zu übertragen

  1. auf ein anderes Fahrzeug (TB Nr. 23 Abs. 4), Beispiel:
    Ein Versicherungsnehmer hat 2 Fahrzeuge versichert. Das erste Fahrzeug ist in der SF-Klasse 18, das zweite Fahrzeug in der SF-Klasse 3 eingestuft. Verkauft der VN das 1. Fahrzeug, kann er die SF-Klasse 18 auf das 2. Fahrzeug übertragen. Eine Übertragung ist ausgeschlossen, wenn der beendete Vertrag sich in einer um mehr als 20%-Punkte besseren Schadenfreiheits- oder Schadenklasse befindet als der fortbestehende Vertrag, es sei denn, der fortbestehende Vertrag war seit Beginn oder - bei mehr als zweijährigem Bestehen - mindestens in den letzten beiden Jahren schadenfrei.
  2. auf ein weiteres Fahrzeug (TB Nr. 23 Abs. 5), Beispiel:
    Der VN hat nur ein Fahrzeug versichert, das in der SF-Klasse 18 eingestuft ist. Er kauft sich ein zweites Fahrzeug dazu, das nach der Zweitwagenregelung in die SF-Klasse 1/2 mit 140% (Stand 5/2000) eingestuft wird. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Einstufung in SF2 mit 85% (Stand 08/2006) möglich. Der Versicherungsnehmer kann den Schadenfreiheitsrabatt aus der Versicherung des zuerst versicherten Fahrzeuges auf die Versicherung des weiteren, neu hinzugekommenen Fahrzeuges übertragen, wenn er glaubhaft macht, dass die Anrechnung des Schadenverlaufs des Vertrages des zuerst versicherten Fahrzeuges auf den Versicherungsvertrag des weiteren Fahrzeuges gerechtfertigt ist. Zur Glaubhaftmachung gehört insbesondere eine schriftliche Erklärung des VN, dass das weitere Fahrzeug überwiegend von demselben Personenkreis geführt wird, der das zuerst versicherte Fahrzeug geführt hat. Bei einer derartigen Rabattübertragung wird dann das zuerst versicherte Fahrzeug in die SF-Klasse 1/2 mit 140 % (Stand 8/2006) eingestuft. Die Übertragung kann jedoch nur innerhalb der gleichen Fahrzeuggruppe erfolgen.

 

Wozu wird eine grüne Karte benötigt?

Die Grüne Karte dient als Nachweis Ihrer Kfz-Haftpflicht-Versicherung in Ländern, mit denen Regulierungsabkommen über Internationale Versicherungen für den Kraftverkehr bestehen. Der Geltungsbereich wird auf der Grünen Versicherungskarte genau gekennzeichnet. Sie sollten die Karte bei Fahrten in diese Länder unbedingt mit sich führen; in einigen Ländern besteht Vorlagezwang.

 

Wie lange bleibt der SF-Rabatt nach Abmeldung des PKW erhalten?

Unterbrechungen bis zu 6 Monaten im Kalenderjahr haben keine negativen Auswirkungen auf den Vertrag. Der Vertrag wird so behandelt, als wäre er nicht unterbrochen gewesen. Dauerte die Unterbrechung länger als 6 Monate, aber nicht länger als 7 Jahre, bleibt der Versicherungsvertrag in der Schadenfreiheitsklasse, die vor der Unterbrechung galt. Voraussetzung: Der VN war ununterbrochen im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis(dies ist durch eine Führerscheinkopie nachzuweisen). War der VN nicht ununterbrochen im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis, erfolgt die Rückstufung wie bisher, d.h. für jedes Jahr der Unterbrechung verliert der VN eine Schadenfreiheitsklasse. Dauerte die Unterbrechung länger als 7 Jahre, dann wird der Vertrag wie ein Neuabschluss behandelt

Unterbrechung bis 6 Monatekeine Auswirkung auf den Vertrag
Unterbrechung bis 7 JahreVerbleib in der bisherigen SF-Klasse
Unterbrechung länger als 7 Jahre Behandlung wie ein Neuvertrag

 

Was ist beim Kfz-Wechsel zu beachten?

Wenn Sie Ihr Fahrzeug wechseln wird eine neue "Doppelkarte" ausgestellt und ein Änderungsantrag für den neuen Versicherungsvertrag aufgenommen. Der bereits bezahlte Beitrag für das "alte" Fahrzeug wird bei der Erstellung der Abrechnung für das "neue" Fahrzeug berücksichtigt.

 

Wie kann die Kfz-Versicherung gewechselt werden?

    • durch Kündigung des bisherigen Versicherungsvertrages einen Monat vor Hauptfälligkeit (meist 31.12.)
    • ohne besondere Kündigung beim Fahrzeugwechsel

 

Verlängert sich sich der Versicherungsvertrag für Mopeds und Mofas automatisch?

Der Versicherungsvertrag verlängert sich nicht automatisch. Für alle Fahrzeuge, die ein Versicherungskennzeichen führen müssen, gilt eine einheitliche Versicherungsperiode vom 01.März des Jahres bis Ende Februar des Folgejahres; zu diesem Termin erlischt der Versicherungsschutz. Der Halter muss ein neues Kennzeichen beim Versicherer erwerben.
Den Versicherungsjahren sind Kennzeichen in unterschiedlicher Farbe zugeordnet (blau, grün, schwarz).

Weitere Informationen zum Thema Kfz-Versicherung entnehmen Sie bitte den anderen Seiten dieser Sparte.


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